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Was versteht man unter einem Baudenkmal?

Als Baudenkmal wird ein Gebäude bezeichnet was einen historischen Wert hat und somit als schützenswert gilt, was auch den Begriff Denkmalschutz erklärt, d.h. die architektonische Gestaltung soll erhalten bleiben.


Welche Gebäude werden unter Denkmalschutz gestellt?

 

Im Grunde genommen sind es alle Objekte die eine Geschichte zu erzählen haben, also politische, künstlerische, technische oder städtebauliche Eigenschaften aufweisen. Meistens sind es Gebäude aus architektonischen Epochen, z.Bsp. der Renaissance oder dem Bauhausstil.

 

Wie wird festgelegt, ob ein Gebäude zum Baudenkmal ernannt wird?

 

Zunächst einmal ist zu sagen, das es jedem Bundesland der Denkmalschutz selbst obliegt. So ist es auch nicht verwunderlich das es 16 verschiedene Denkmalschutzgesetze gibt. In diesen Gesetzen ist festgelegt welche Vorraussetzungen ein Objekt aufweisen muss um als Baudenkmal benannt zu werden.


Es bestehen 2 Systeme durch die ein Gebäude zum Baudenkmal ernannt werden kann:


1. das nachrichtliche System

 

bei diesem System stehen die Merkmale die ein Gebäude erfüllen muss um als Baudenkmal zu gelten im Gesetzestext. Werden durch das Objekt alle Merkmale erfüllt, wird es automatisch in eine Denkmalliste aufgenommen.  Der Eigentümer wird hierüber in Kenntnis gesetzt. Allerdings sind diese Listen nicht rechtsverbindlich.


2. das konstitutive System


Die benannten Denkmallisten bestehen auch bei diesem System, mit dem Unterschied das diese hier rechtsverbindlich sind. Wer ein Objekt besitzt, welches alle Vorraussetzungen für ein Baudenkmal aufweist und somit für die Aufnahme in die Denkmalliste, muss hierfür einen Antrag stellen. Nach erfolgreicher Prüfung des Antrages erklärt die zuständige Behörde die Aufnahme und damit das Gebäude zum Baudenkmal.

 

Was beinhalten die Denkmalschutzgesetze? Welche Voraussetzungen hat ein Gebäude zu erfüllen, um unter Denkmalschutz gestellt zu werden?

 

Unter diesen Link finden Sie auf der rechten Seite alle Bundesländer und deren Denkmalschutzgesetz.

 

http://www.kulturgutschutz-deutschland.de/DE/2_Rechtsgrundlagen/nationales_Recht/Denkmalschutz/Denkmalschutz_node.html 

 

Wie ich zuvor erwähnte besitzt jedes Bundesland sein eigenes Denkmalschutzgesetz, so dass ich nur empfehlen kann, sich das entsprechende Gesetz des jeweiligen Bundeslandes durchzulesen. Dort finden Sie zu der benannten Frage alle Antworten.

 

Was ist zu beachten, wenn man einen Altbau und ein Baudenkmal restaurieren, sanieren, modernisieren oder umbauen möchte?

 

Welche Auflagen bei den Bauarbeiten an einem denkmalgeschützten Gebäude zu erfüllen sind darüber gibt die Denkmalschutzbehörde Auskunft. Zudem müssen alle geplanten Arbeiten von der Behörde genehmigt werden.


Welche Zuschüsse gibt es bei Sanierung eines denkmalgeschützten Hauses?

 

Hier einmal alle Fördermöglichkeiten im Überblick:

 

1. Staatliche Mittel

Die KfW-Förderbank hat ein Programm "Effizienzhaus Denkmal" ins Leben gerufen. Damit können Eigentümer von Baudenkmälern die energetische Sanierung fördern oder bezuschussen lassen. 

 

Ein zweites Förderprogramm der KfW Bank nennt sich "17.000 Bausteine gegen Barrieren". Möchte ein Eigentümer barrierefrei bauen, hat er hierüber die Möglichkeit einen zinsgünstigen Kredit von der KfW Bank zu erhalten.


2. Kommunale Fördermittel

Kommunen haben verschiedene Etats, wie Denkmalschutzmittel. Des Weiteren können Eigentümer mit öffentlichen Mitteln rechnen, sollte ihr Gebäude in einem Sanierungsgebiet stehen. Die Höhe der Förderung ist immer eine Einzelfallentscheidung der jeweiligen Kommune.


Steuerliche Vorteile


Investitionen in ein Baudenkmal können mitunter steuerlich geltend gemacht werden.

Auskunft hierüber gibt das jeweils zuständige Finanzamt.


Die Abschreibung ist dagegen eindeutig deklariert.

 

Lineare Abschreibung §7 EStG                                          Denkmalschutz-AfA

bei Bestandimmobilien worunter                     für Kapitalanleger               für Selbstnutzer

Altbauten zählen die nicht                               § 7h, 7i EStG                        §10f EStG

denkmalgeschützt sind.

 

- Gebäude, fertiggestellt vor dem                  - Sanierungskosten              - Sanierungskosten

  01.01.1925, Abschreibung 2,5 %                  innerhalb von 12 J.               innerhalb von 10J

  jährlich                                                          100 % absetzbar                   90 % absetzbar

                                                                        1.-8. Jahr 9% p.a.                 1.-10.Jahr 9% p.a

- Gebäude, fertiggestellt nach dem                 9.-12. Jahr 7% p.a.

  31.12.1924, Abschreibung 2,0 %

  jährlich                                                         - zusätzlich lineare

                                                                        Abschreibung §7



Energieeffizienz bei Baudenkmälern

 

Natürlich soll auch die Energeieffizienz bei einem Baudenkmal in die Bauplanung mit berücksichtigt werden. Allerdings werden denkmalgeschützte Gebäude aus den Verordnungen "EnEV 2014" und "EWärmeG" zumindest in Baden-Württemberg rausgenommen, somit benötigen Baudenkmäler keinen Energieausweis. Da es hier auch jedes Bundesland anders geregelt hat, sollte man sich hier erkundigen. sollten man seinen etwaigen Verpflichtungen diesbezüglich nicht nachkommen, droht ein Bußgeld.